Gamification

Durch Designprinzipien von Spielen können Menschen in einen Zustand von „Flow“ – einem stetigen Interesse am Spielverlauf, eine Motivationssteigerung (intrinsisch wie extrinsisch) und ein starkes Engagement versetzen. Auch „langweilige“ Prozesse werden dadurch spielerisch interessant.

In seinen Studien zur Gamification zeigt der Wissenschaftler Yu-kai Chou (Gamification & Behavioral Design) wie das „Prinzip Gamification“ auf viele Prozesse auch abseits von Spielen effektiv eingesetzt werden kann.

Kritik: Gamification nach Chou nutzt sowohl „White Hat“ wie auch „Black Hat“ Mechanics. „White Hat“ Elemente motivieren durch positive Verstärkungen, das Aufzeigen von Sinn und Erfolg des Handelns. „Black Hat“ motiviert durch Ungewissheit, Angst vor dem Verlust von schon Erreichtem und der Gefahr des Verlust der Zugehörigkeit (FOMO – Fear Of Missing Out).

Diese Mechaniken sind durch tief verwurzelte Verhaltensmuster unseres Gehirns sehr stark wirksam. Das Modell nach Chou kann sowohl zur Aufdeckung wie auch zur Gestaltung solcher Wirkmuster genutzt werden.

Hans-Werner Klein, databerata

Data Scientist bei databerata
Hans-Werner Klein ist empirischer Sozialwissenschaftler und arbeitet seit Anfang der 80-er Jahre als Wissensvermittler zwischen Daten und Menschen.

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