Mehrebenenanalyse

Die Mehrebenenanalyse kann aus verschiedenen multivariaten statistischen Verfahren bestehen, die zur Analyse von hierarchisch strukturierten Daten genutzt werden. Wichtig vor allem in der empirischen Sozialforschung, kommt die Mehrebenenanalyse aber auch in den Datenwissenschaften zum Einsatz. Die verwendeten Daten werden hierarchisch geschichtet. Sind die Daten beispielsweise aus einer Gruppe von Jugendlichen erhoben, stellen die individuellen Datensätze die erste Ebene dar. Fasst man die einzelnen Fälle nach Schulklassen zusammen, hat man eine zweite Ebene. Werden die Schulklassen dann nach Jahrgängen geordnet, ist das die dritte Ebene. Eine vierte Ebene könnte der Zusammenschluss der Jahrgänge nach Schulen sein, anschließend eine fünfte Ebene in der Zusammenfassung der Schulen nach Städten liegen. Diese Gruppierungen von Datensätzen ist wichtig, denn der wechselseitige Einfluss zwischen Gruppe und Individuum ist bekannt. Werden Gruppierungseffekte nicht berücksichtigt, kann es zu einer Fehlinterpretation kommen.

Mehrebenenanalyse in verschiedenen Kontexten

Die Mehrebenenanalyse wird in der sozialwissenschaftlichen Modellbildung wie auch Simulation eingesetzt, kann Kontexteffekte modellieren, kommt in der Psychotherapieforschung zum Einsatz und spielt in der Methodenlehre ganz unterschiedlicher Studienfächer eine wichtige Rolle. Wenn es um Datenwissenschaften, Computer und Programmieren geht, fehlt die Mehrebeneneanalyse als Methode in keinem Kurs: Ganz egal, ob es um Data Science mit Python geht, um Data Mining und Statistik, um Machine Learning oder andere Inhalte: Die Mehrebenenanalyse ist Teil des Lehrplans.

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